Newsletter #004 - Fitness und Lesen als perfekte Kombi

Mein Einblick darüber, weshalb ich denke, dass Fitness und Lesen hervorragend zusammenpassen. Dazu der Abschluss meiner Serie mit den Ausführungen zum 16. bis 20. Buch. Und einem Ausblick, welches Thema die kommenden Newsletter beherrschen wird.

8 Minuten
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Gesunder Geist in gesundem Körper

Im letzten Monat habe ich mich viel damit beschäftigt, wie ich weiter fit bleiben kann, wenngleich der Körper beginnt, klare Grenzen aufzuzeigen. Dazu habe ich mich in einer kurzen Artikelserie (Teil 1, Teil 2) über die 10 Regeln für viel Energie bei 40+ ausgelassen. Neben diesen Gedanken fordere ich mich stets selbst heraus und habe im Februar die 100 Liegestütze für 100 Tage Herausforderung begonnen.

Denn eins weiß ich sicher: Wenn ich noch viel reisen möchte, um an beliebigen Orten auf diesem Planeten beim Sport spannende Menschen kennenzulernen oder an idyllischen Orten inspirierende Bücher zu lesen, gilt es, auf meinen Körper zu achten. Für diese Achtsamkeit habe ich langsam einen guten Weg gefunden.

Als Nächstes gilt es, aus den vielen Weisheiten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Deshalb werde ich nach der Vorstellung der letzten fünf Bücher meiner Book Challenge im kommenden Newsletter beginnen, die vielen tollen Zeichnungen, Memes und Sketch-Notes, die ich über die Jahre bei LinkedIn und Medium gesammelt habe, vorzustellen. Die Themenvielfalt ist enorm – doch keine Sorge, ich werde es für euch in einfach verständliche Kapitel aufteilen und aufarbeiten. Jetzt aber erst einmal zum Abschluss der aktuellen Serie die Bücher 16 bis 20.

Book Challenge Teil 4 von 4

Du findest den ersten, zweiten und dritten Teil in vorherigen Newslettern. Jetzt geht es direkt weiter mit den Büchern 16 bis 20.

Buch 16 - Die 7 Säulen der Selbstdisziplin

Dieses Buch ist das zweite Buch, das ich aus dem Leseschatz meines Sohnes habe. Neben dem Café am Rand der Welt fand ich dieses Prachtexemplar bei ihm – um genau zu sein, hatte er es beim letzten Sommerurlaub in Schweden dabei. Als ich mir mein nächstes Buch heraussuchte, entdeckte ich es im Bücherstapel in unserem Wohnmobil.

Neil Cooper beschreibt sehr detailliert den Zusammenhang zwischen Gewohnheiten und Selbstdisziplin. Dabei gliedert er sein Buch in Kapitel je Säule, die er als relevant ansieht. Ich empfinde die Säule 5 – der Prozess – und die Säule 7 – das Messen – als besonders wichtig für mich. Die anderen Säulen sind nicht irrelevant, sondern schon behandelt durch andere Bücher, die ich in der Vergangenheit gelesen habe.

Ich habe das Buch in meine Liste aufgenommen, weil ich damit einen guten neuen Ansatz bekommen habe, meinem Prokrastinieren entgegenzuwirken – eine lästige Eigenschaft, die mich hindert, besser voranzukommen. Das Gespann aus Neils vorgestellten Prinzipien zum Prozess, dem Feedback-Zyklus durch das Messen und meinem Bullet-Journal gibt mir ein Vehikel an die Hand, mit dem ich Ergebnisse in bisher ungeahntem Umfang erziele.

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Buch 17 - Homeland

Meine Reise in die Welt von Faerûn begann ganz unscheinbar mit dem ersten Roman als Empfehlung meines Bruders Mitte der Neunziger. Damit legte sich das Fundament für meine Fantasy-Begeisterung. Sowohl für diese Art Lektüre, als auch für das Rollenspiel – im Speziellen Dungeons & Dragons.

Nachdem die Inhalte vergessen waren, habe ich 15 Jahre später die Reihe erneut begonnen – dieses Mal im Original auf Englisch. Und die Helden begleiten mich noch bis heute. Zum einen die Buchreihe, bei der ich im vorletzten Band von 42 bin. Zum anderen mit meiner wieder auf erlebten Leidenschaft für Rollenspiele, die sich in meiner Table-Top-Rollenspielgruppe manifestiert.

Für alle, die Fantasy lieben oder lieben lernen wollen, kann ich dieses Buch als Einstieg ans Herz legen. Viel Freude beim Abtauchen in eine ganz eigene Welt voller Helden, Magie und Bösewichten.

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Buch 18 - Personal Kanban

Die agile Arbeitsweise übertragen in die persönliche Alltagsplanung – kann funktionieren, muss aber nicht. Es ist ein offensichtlicher Ansatz, den ich jedoch ohne dieses Buch nicht probiert hätte. Wirklich erklären kann ich es nicht, nur es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, diese Methodik aus der IT im Alltag anzuwenden.

In Verbindung mit meinem Bullet-Journal funktioniert diese Methodik besonders gut. Ich strukturiere meine Projekte in Collections. Die Aufgaben je Projekt ergeben sich nach Bedarf, wie sie mir einfallen, und werden vorerst gesammelt, damit ich nichts vergesse und den Kopf frei habe (mein Backlog). In meinen Zieldefinitionen lege ich Schwerpunkte je Zeitrahmen (Jahres-, Monats- oder Wochenziele) und überführe die kleinteiligen Aufgaben in meinem Daily-Journal.

Indem ich Aufgaben abschließe, bevor ich neue beginne, ist meine Work-In-Progress idealerweise 1 – kein Multitasking und Verzetteln. Die unterschiedlichen Überführungen im Bullet-Journal (täglich, wöchentlich, monatlich oder in ein neues Journal) nutze ich zur Reflexion bzw. Retrospektive (um im Kanban Wording zu bleiben).

Diese Art, meine Aufgaben zu steuern, hat sich maßgeblich auf meine Arbeitsweise und Zufriedenheit ausgewirkt, dass dieses Buch auf meine Liste musste. Solltet ihr nicht aus dem IT-Umfeld kommen, lasst euch nicht abschrecken und gebt dem Buch eine Chance. Wie oben angedeutet – es ist empfehlenswert.

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Buch 19 - Das DevOps Handbuch

Dieses Buch hat meine Art, über Development und Operations zu denken, verändert. Statt es zu trennen, gehört es zusammen – natürlich würde ich heute schreien! Am Beginn meiner IT-Laufbahn war es jedoch üblich, ein Paket zu schnüren und jemandem aus dem Operations-Team zu übergeben. Wenn ich mich bemühte, fügte ich eine Readme-Datei an, um zu verdeutlichen, was an Infrastruktur benötigt wurde, um es zu betreiben. Ein unglaublich naiver Ansatz und vollkommen undankbar und geringschätzend gegenüber der Operations-Abteilung.

Zum Glück ist es heute anders und der Grundsatz You build it, you own it nimmt immer mehr Einzug. Ein wesentlicher Grundstein für diese Bewegung ist das DevOps Handbuch. Darin wird beschrieben, wie diese neue Wertekette gelebt und implementiert werden kann. Welche Fallstricke und Best Practices es gibt.

Der nachhaltige Einfluss auf mein Arbeitsumfeld und meine Arbeitsweise hat mich dazu bewegt, dieses Buch in die Liste aufzunehmen. Für Menschen außerhalb des IT-Umfelds ist dieses Buch irrelevant, für alle anderen aus meiner Sicht eine Pflichtlektüre.

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Buch 20 - The Infinite Game

In diesem Buch hat mich die Unterscheidung zweier Denkmuster fasziniert. Das mir geläufige Streben nach einem Ziel – dem endlichen Spiel. Ich kann mir viele Gedanken über diese Art Ziele und deren Erfüllung machen und trotzdem keinen Sinn sehen, nicht glücklich sein. Und an diesem Punkt setzt das andere Denkmuster an – The Inifinte game. Das Spiel, ohne ein Ende, das stets weiterläuft.

Der Schlüssel liegt nicht im Gewinnen oder dem Streben danach, der/die Beste zu sein, sondern im Streben nach einem "Just Cause" – einem tiefgreifenden Grund –, um sich ständig weiterzuentwickeln und einem größeren Zweck als dem eigenen Selbst zu dienen.

Mit diesem neuen Denkmuster fällt es mir deutlich leichter, Pläne für die Zukunft zu schmieden, alte Ziele zu verwerfen und neue zu definieren. Und warum? Weil ich mein Handeln an meinen Werten ausrichte. Tut mir etwas nicht gut, läuft es gegen meine Werte und ich verbanne es aus meinem Leben, ohne weiter darüber nachzudenken. Kann ich es nicht ändern, ertrage ich es und sehe zu, dass es erträglich ist. An diesem Punkt habe ich mich wohl zum Stoiker entwickelt.

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Linkempfehlungen

Link 1 Marketing ohne Social Media

Der Artikel bietet eine gut geschriebene Liste von fünf Ansätzen, wie du dich selbst oder deine Dienstleistung ohne soziale Medien vermarktest. Gastartikel und -podcasting sind unter anderem großartige Möglichkeiten, von der Zielgruppe anderer gesehen zu werden und Glaubwürdigkeit aufzubauen. Für die anderen Möglichkeiten folge dem Link.

Link 2 Entwickler-Tools Empfehlungen

Dieser Link bietet eine Liste wertvoller Ressourcen für die Entwicklungsarbeit (z. B. Polypane und ResponsiveApp), mit einigen Sidekicks für Design (z. B. UI Movement) und Bloggen von Codeinhalten (z. B. Carbon). Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.

Link 3 Das minimalistische Produktivitätssystem (6 Jahre Arbeit in 6 Monaten)

In dem Artikel beschreibt Dan Koe seinen Ansatz, um viel in wenig Zeit zu schaffen. Seine Kernthese lautet, dass Ruhe und Fokus Voraussetzung für effektives Arbeiten sind. Die Ruhe schafft Raum, um auf Gedanken zu kommen, die Arbeit einzusparen und so den Einsatz gemäß seiner Aussage von 6 Jahren auf 6 Monate zu reduzieren. Provokant und deswegen lesenswert.

Server Side Stories

Seit dem letzten Newsletter sind zwei weitere Folgen meines Podcasts "Server Side Stories" herausgekommen. Details findest du hier:

  • Episode 7: In dieser Folge von Server Side Stories beleuchten wir ein viel diskutiertes Thema: Was genau definiert eigentlich einen "guten" Entwickler?
  • Episode 8: Dotfiles im Entwickleralltag. Effiziente Verwaltung von Konfigurationsdateien oder Zeitverschwendung?

Abonnieren kannst du den Podcast bei Spotify und Apple Podcast.

Vielen Dank, dass du meinen Newsletter liest.

All the best – Mark

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