Leselust statt Lesefrust - oder wie ein Bücherstapel als Positivspirale des Glücks funktioniert

Ich hoffe, euch geht es wie mir: Ich lese gerne Bücher. Damit diese Leselust nicht abbricht, folge ich dem Ratschlag von Darious Forroux aus dem Buch "Win your inner battles". Er schreibt, wenn du mehr lesen möchtest, kauf mehr Bücher. Hast du mehr Bücher, hast du mehr Auswahl. Mit der Auswahl – also einem großen Stapel ungelesener Bücher – hast du keine Ausrede, nicht zu lesen.

5 Minuten
Hero image

Bücherstapel – Wie kaufe ich Bücher?

Ich stöbere gerne bei Bücherläden wie Thalia in den Regalen und lese die Einleitung bzw. das erste Kapitel plus Inhaltsverzeichnis. Daraus kann ich den Schwerpunkt des Buches ableiten und die Einleitung gibt mir Aufschluss, ob ich den Schreibstil mag. Wenn ich ein Buch lese und darin weitere empfohlen oder zitiert werden, notiere ich mir deren Titel und Autor, sodass ich später gezielt danach suchen kann. Erschreckend gut funktionieren die Amazon-Empfehlungen. Darin finden sich oft weiterführende Bücher zu meinen Interessen oder weitere Bücher der Autoren, die ich bereits in die engere Auswahl genommen habe. Und am Ende bleibt die letzte und beste Quelle: Gespräche mit Freunden, Bekannten und Kollegen, die mir Empfehlungen aussprechen. Dadurch erschließen sich mir oft ganz neue Bücher, auf die ich sonst nicht aufmerksam geworden wäre.

Die Qual der Wahl – welches Buch nehme ich als Nächstes?

Grundsätzlich lese ich zwei Bücher parallel – eines zum Weiterbilden und eines zur Unterhaltung. Wenn ich mich zur Wahl meines nächsten Buches aufmache, stöbere ich durch die gesamte Fülle an Büchern: Das sind sowohl Sach- und Fachbücher als auch Romane. Durch die Vielfalt wächst einerseits die Vorfreude für die Art Buch, bei der ich gerade noch mittendrin bin, und anderseits habe ich meist mehrere Bücher aus der Kategorie, die ich gerade beendet habe. Das führt gelegentlich dazu, dass ich mehrere Fachbücher gleichzeitig lese.

Um mich schlussendlich für ein Buch zu entscheiden, achte ich darauf, welche Herausforderungen ich aktuell oder zeitnah haben werde. Kommen unterschiedliche Bücher infrage, nehme ich das mit dem Schwerpunkt auf die Grundlagen der Thematik – damit stelle ich sicher, dass ich das Thema beherrsche, bevor ich tiefer einsteige. Gibt es keine gezielten Herausforderungen, entscheidet mein Interesse: Welcher Titel macht mich am neugierigsten?

Der Genuss – wie lese ich ein Buch?

Dieser Abschnitt ist nur für Fach- und Sachbücher relevant. Das Lesen gliedert sich bei mir in zwei Phasen. In der ersten Phase habe ich stets einen Textmarker und Stift dabei. Ich hebe mir interessante Passagen hervor und notiere mir Gedanken an den Rand. Dabei handelt es sich um Assoziationen, die ich in dem Moment habe, oder Referenzen zu anderen Autoren mit ähnlichen Themen. Sollte ich auf Referenzen zu anderen Büchern stoßen, suche ich mein Handy und packe die Empfehlung in meinen Warenkorb – bei meiner nächsten Bestellung werden sie direkt mitbestellt oder landen auf der Wunschliste, sollte ich unsicher sein.

Nachdem ich das Buch gelesen habe, folgt die Phase zwei. Hierzu erstelle ich in meinem Bullet-Journal eine Collection "Review: ", trage sie in meinen Index ein und beginne das Buch von vorn nach hinten durchzublättern. Dabei gehe ich wie folgt vor:

  • Die markierten Stellen lese ich erneut und schreibe mir eine passende Notiz in mein Bullet-Journal.
  • Dabei ist es entscheidend, die Erkenntnis oder den Fakt in eigenen Worten zu formulieren. Damit stelle ich sicher, dass ich das Thema durchdrungen habe.
  • Genauso gehe ich mit meinen notierten Gedanken vor: Ich versuche es wiederholt nachzuvollziehen und formuliere daraus meine Erkenntnis.
  • Gelegentlich gibt es längere Passagen, wie Listen oder umfangreiche Fakten. Diese referenziere ich lediglich anhand einer Beschreibung und der Seitenzahl in Klammern.

Life-Hack fürs Lesen

Ich dachte lange, für mich gäbe es nichts Schlimmeres, als im Urlaub ohne Buch zu sein. Doch ich habe mich eines Besseren belehrt. Im Urlaub mit einem Buch, das ich bereits gelesen habe, zu sein, ist definitiv schlimmer. Doch dafür gibt es einen einfachen und großartigen Tipp, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Sobald ihr ein Buch gelesen habt, notiert im Einband den Monat und das Jahr mit eurem Namenskürzel

Seitdem ich so verfahre, kann ich durch einen schnellen Blick erkennen, ob und wann ich das Buch gelesen habe. Bei Fach- und Sachbüchern hilft es mir zusätzlich. Ich kann einordnen, wie lang es her ist, dass ich das Wissen aufgesaugt habe. Und noch viel besser: Ich kann dank der zeitlichen Einordnung nach meiner Buchzusammenfassung im Bullet-Journal suchen.

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Mit diesem Blog habe ich begonnen, Buchkritiken zu schreiben → hier findest du meine Artikel. Dabei helfen mir die markierten Textpassagen und meine Bullet-Journal-Collection. Das Niederschreiben meiner Gedanken hilft mir sehr, den Erkenntnisgewinn zu vertiefen und zu verinnerlichen. Ohne habe ich das Gefühl, das Buch nicht zu Ende gelesen zu haben – es ist faszinierend, wie sich neue Gewohnheiten bilden können.

Und an diesem Punkt angekommen, kann ich zu meinem Bücherstapel und eine neue Wahl treffen. Dies ist eine Positivspirale des Glücks ☺️

Wie macht ihr das? Habt ihr eine bestimmte Art, Bücher zu lesen? Und habt ihr Buchempfehlungen für mich? Lasst mir gerne einen Kommentar hier!

call to action background image

Abonniere meinen Newsletter

Erhalte einmal im Monat Nachrichten aus den Bereichen Softwareentwicklung und Kommunikation gespikt mit Buch- und Linkempfehlungen.