Baue Systeme - Verlass dich nicht auf Motivation oder Disziplin

Im Review meiner Jahresziele 2025 stelle ich fest, dass ich etliche Erfolge feiern kann. Dank meines Bullet Journals konnte ich dieses Jahr in die Analyse einsteigen und mir ein Bild verschaffen, was funktioniert hat. In diesem Artikel zeige ich, was mich dazu gebracht hat, meine Vorsätze umzusetzen.

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Vorsatz: Content Creation

Das betraf meinen Blog mit dem Ziel, wöchentlich Artikel, Notizen oder Buchrezensionen zu veröffentlichen. Hierfür hatte ich mir Termine in den Kalender eingetragen, mich zu den Zeiten hingesetzt und geschrieben. Sollte ich ideenfrei auf die blanke Seite schauen, half mir mein Bullet Journal. Beim Blättern in den vergangenen Tagen fand ich stets einen Gedanken, der es wert war, ausformuliert zu werden. Ich hatte mir ein System geschaffen, das mich bei Schwierigkeiten unterstützt.

Genauso erging es meinem Podcast Server Side Stories. Dass alle zwei Wochen eine Episode erschien, funktionierte aus zwei Gründen. Zum einen, weil ich mit meinem Kollegen Maurice einen monatlichen Podcast-Tag eingeführt habe, an dem wir uns ausschließlich um das Thema gekümmert haben. Die Zeit nutzen wir für Themenbrainstorming und die Vorproduktion mehrerer Folgen, falls was dazwischenkommt. Zum anderen haben wir unsere Dailys stets genutzt, um festzuhalten, ob sich Dinge aus dem Arbeitsalltag inhaltlich für eine Episode eignen. Auch hier haben wir unbewusst Systeme geschaffen, die uns dabei unterstützen, unser Ziel zu erreichen.

Vorsatz: Tagebuch schreiben

Es war und ist mir ein wichtiges Anliegen, mein Leben festzuhalten und die Tage zu genießen. Dazu gehört für mich die Entschleunigung durch mein Bullet Journal. Ich trete mindestens einmal am Tag – abends vor dem Schlafengehen – zurück und blicke auf die Ereignisse. Ich notiere, was sich ereignet, was mich bewegt hat oder was mir an Ideen durch den Kopf geht. Idealerweise mache ich das bereits während des Tages oder nach wichtigen Terminen. Das klappt allerdings nicht immer.

Als Teil des abendlichen Rituals habe ich mir im Laufe der Zeit acht Fragen notiert, die ich mir selbst beantworte. Neben der Dankbarkeit schaue ich auf mein Energielevel, meine Erkenntnisse, Muster und Herausforderungen. Und entscheidend: Ich überlege mir, was ich am nächsten Tag vorhabe und was den Tag besonders machen soll.

Mein System dahinter ist plump wie einfach. Erst Zähneputzen, danach schreiben und ab ins Bett gehen, um zu lesen. Ohne Ausnahme. Ohne zu überlegen, ob ich schreiben soll. Einfach machen. Jetzt ist es meine Gewohnheit und es gehört wie Zähneputzen dazu. Ich bin froh, dass es so ist – etabliert hat es sich anfangs durch pure Disziplin. Ich wollte es unbedingt. Natürlich weiß ich, dass es nicht der perfekte Ansatz ist und wie der Aufbau von Systemen funktioniert. Ich glaube, die Verbindung mit dem Zähneputzen ist der Schlüssel gewesen.

Vorsatz: Mehr lesen

Ich entspanne beim Lesen. Ich lerne am zuverlässigsten durch Lesen – selbst bei Videos: Dort lese ich die Untertitel mit, statt zu hören. Danke, YouTube, für diese Funktion. Ich weiß, dass Lesen mir gut tut, und trotzdem habe ich es nicht oft genug getan. Abends war meist das Handy oder eine Folge schauen verlockender. In den Pausen tagsüber bin ich zügig zurück an den Schreibtisch, um produktiv zu sein. Um meinem Ziel näherzukommen, musste ich mir selbst helfen.

Im Frühjahr führte ich das ablenkungsfreie Handy ein, kurz darauf kündigte ich meine Streaming-Abonnements und anschließend fing ich an, mindestens ein Kapitel nach dem Lunch zu lesen. Diese Rahmenbedingungen halfen mir, zunehmend mehr zu lesen. Die veränderte Mittagspause führte zu mehr Energie am Nachmittag, was sich positiv auf meine Arbeitsergebnisse auswirkte. Meine durchschnittliche Handyzeit reduzierte sich von drei Stunden auf unter eine Stunde. Dieser Zuwachs an Qualitätszeit kam nicht nur dem Lesen, sondern auch meiner Zeit mit der Familie zugute.

Mein Fazit

Ohne es gezielt zu wollen, habe ich angefangen, mir Systeme aufzubauen. Die Veränderungen zeigen, wie mächtig dieses Werkzeug ist. Und es geht dabei nicht um das Produktivitätshamsterrad, sondern um Achtsamkeit und Zufriedenheit. Mein Vorsatz fürs neue Jahr ist, dieses Werkzeug gezielter einzusetzen. Deshalb habe ich mir einige Videos zum Thema angeschaut, von denen ich dir die beiden folgenden ans Herz legen möchte.

Justin Sung ist ein Experte auf dem Gebiet des Lernens und der Lerntechniken. In diesem Kontext beschreibt er die Möglichkeiten und Ansätze, Systeme zu entwickeln. Ein sehenswertes 15-minütiges Video – generell kann ich seinen Kanal empfehlen.

Matt Gray ist Gründer von Founder OS und Experte fürs Personal-Brand-Building. In dem Bewusstsein, wie viel Arbeit darin steckt, eine Marke aufzubauen, hat er Tipps in petto, wie das funktionieren kann. In seinem 14-minütigen Video blickt er auf Systeme und deren Vorteile aus einer anderen Perspektive.

Systeme sind großartig

Egal, ob du voll im Thema bist oder gerade anfängst, dir eigene Systeme aufzubauen.

Lass uns das gemeinsam anpacken
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