Recap 2025 – Teil 3.1 Fazit aus meinen Buchreviews
Zum Abschluss meiner Jahres-Recap-Serie blicke ich auf meine Buchreviews zurück. Sind die mit etwas Abstand noch gültig? Gibt es einen roten Faden? Oder sind neue Erkenntnisse entstanden? Steigen wir mit den ersten sechs ein!
Ich habe 2025 zwölf Sachbücher gelesen, für die ich Buchrezensionen geschrieben habe. Ergänzend zu den Artikeln gebe ich dir hier einen Überblick darüber, was am prägnantesten war. Wenn du noch Lesestoff für das neue Jahr benötigst, bist du genau richtig.
Fangen wir mit den ersten sechs Büchern an:
1. Review „Can't hurt me“ von David Goggins
Wenn dich dieses Buch nicht motiviert, dann weiß ich auch nicht. Ohne Frage ist David Goggins eine Maschine: Nur ist er es nicht geworden, weil er viel trainiert – sondern weil seine innere Einstellung ihn zur Maschine werden ließ. Sein Wille, Grenzen nicht zu akzeptieren. Denn Herausforderungen und Probleme hatte er ohne Ende.
Das Buch hat mich dazu angespornt, mir immer wieder neue Challenges aufzuerlegen. Wie ich im Recap 2025 – Teil 1 Erfolgreiche Gewohnheiten bereits geschrieben habe: Das Konzept „Challenges“ funktioniert für mich!
Mit Neujahr am morgigen Tag und fehlenden Vorsätzen lies dieses Buch und denk daran: Du hältst dich selbst klein. Oder in Goggins Worten: You are stopping you!
2. Review „Denken Sie groß“ von David Schwartz
Diesem Buch verdanke ich, in Verbindung mit dem Almanach von Naval, meinen 10-Jahres-Plan. Aus diesem langfristigen (großen) Denken sind in diesem Jahr viele hervorragende Ideen entstanden. In Verbindung mit der „Die Kunst der minimalen Veränderung für maximale Wirkung“ (aka 1%-Methode) wird die progressive Einstellung, stets nach Verbesserungspotenzial Ausschau zu halten, intensiviert.
Beim Schreiben dieses Artikels wird mir bewusst, wie sich das Thema Aufmerksamkeit und Fokus in vielen Büchern als wichtiger Baustein herauskristallisiert. Mit „Denken Sie groß“ lenkt David die Aufmerksamkeit auf die innere Einstellung und verdeutlicht die Kraft positiver Gedanken, gepaart mit großen Zielen.
Ich bleibe bei meiner Leseempfehlung für dieses Buch und möchte zu meiner Buchreview noch aus meinem Bullet-Journal ergänzen, was ganz am Ende meiner Notizen steht:
Erfolgreich ist, wer Schwierigkeiten bewältigt, nicht wer sie verhindert. Denn irgendwas wird passieren.
3. Review „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ von Viktor E. Frankl
Zu dem Zeitpunkt, als ich Anfang des Jahres das Buch gelesen habe, war ich neugierig darauf, was Viktor darüber schreibt, wie Menschen in so schrecklichen Lebensumständen positiv aufs Leben blicken konnten. Die unfassbaren geschichtlichen Details und das, was es mit den Menschen gemacht hat, sind bewegend.
Dass mir der Inhalt sieben Monate später auf ganz andere Weise hilft, hätte ich nicht erwartet. Meine Lebensumstände haben sich unerwartet negativ verändert. Die tägliche Teilhabe ist umfassend eingeschränkt. Die von Viktor beschriebenen Aspekte „innere Freiheit“ und „innerer Halt“ helfen mir. Ohne die drastische Darstellung in diesem Buch wäre ich nicht so gut in der Lage, mit meiner Situation umzugehen. Gleichzeitig macht es mir deutlich, wie besonders stark die Überlebenden von damals waren.
In Zeiten der Leugnung und des Rechtsrucks ist dieses Buch ein Must-Read.
4. Review „Marcus Aurelius - Meditationen“
Ich habe es gelesen und finde es faszinierend, dass einzelne Sätze aus den Meditationen heute als ganze Bücher und als weltverändernde Erkenntnis veröffentlicht werden. Um Beispiele zu nennen:
Die Relevanz von Fokus – wenige "Work in Progress" Items (Buch 4 Passage 24) und keine Ablenkung zulassen (Buch 6 Passage 19)
oder
Mythos des Talents – fehlende Gewohnheit (aka Training) lässt uns anfangs verzweifeln, doch Üben zahlt sich aus (Buch 12 Passage 6)
So schwer es für mich zu lesen war (lange, verschachtelte Sätze), war es dennoch ein spannender Einblick in die Vergangenheit. Und was nachhallt: Wenn wir damals schon so schlaue Denker und Lenker hatten, warum gibt es so viel Ungerechtigkeit, Krieg und Leid?
5. Review „Wie Faschismus funktioniert“ von Jason Stanley
Ich habe dieses Buch im März gelesen. Jetzt ist Ende des Jahres, und Nachrichten zu hören oder zu lesen sind noch genauso deprimierend wie am Anfang des Jahres. Die neue Regierung ebnet meiner Meinung nach den Rechten den Weg, vergisst, die unvermeidlichen Herausforderungen (Klimakrise) anzugehen, und kümmert sich um alle, die mehr als ausreichend Geld haben.
Ich kann das Buch freiheitsliebenden Menschen ans Herz legen, weil es hilft, das Erlebte einzuordnen und zum Handeln bewegt.
6. Review „Der Almanach von Naval Ravikant“ von Eric Jorgenson
Dieses Buch hätte ich mir nach der Schule als eine der ersten Empfehlungen gewünscht. Ob ich damals dafür zugänglich gewesen wäre – vermutlich nicht. Nur hilft es, Dinge bereits gehört oder gelesen zu haben, sodass ich mich später im Leben daran erinnere und vielleicht bessere Entscheidungen treffe.
Dank dieses Buchs habe ich einen 10-Jahres-Plan entwickelt, mit dessen Hilfe ich den passenden 5-Jahres-Plan und die Planung für 2026 erarbeitet habe. Des Weiteren lautet meine Standardantwort auf wichtige Entscheidungen: Nein, außer ich finde gute Gründe dafür. Dieses Ideengespann hat mir bereits geholfen, mein Leben zu sortieren.
Beim Durchlesen meiner damaligen Notizen (hauptsächlich Fragen an mich selbst und einige Handlungsempfehlungen) stelle ich fest, dass dieses Buch einen starken Einfluss auf meine Entscheidungen hatte. Wenn du also empfänglich für Gedankenimpulse bist, lies dieses Buch unbedingt!
Fazit
Damit geht das Jahr 2025 zu Ende. Es war ein turbulentes Jahr. Viele schlimme Dinge sind passiert und gleichzeitig viel Gutes. Denk immer daran: Wir können nicht ändern, was passiert, aber wir können entscheiden, was und wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken.
Weiter geht es im neuen Jahr mit den Büchern 7 bis 12.