Review "Denken Sie groß"
Ein Buch hat mich sehr inspiriert: 'Denken Sie groß' von David Schwartz. Ermutigung, um Ziele groß zu denken. Positive Denkweise zum Steuern meines Handelns, um nur einiges zu nennen.

Ich habe mir angewöhnt, Buchkritiken in sechs Abschnitte einzuteilen. Dieses Mal möchte ich davon abweichen, weil ich den Artikel nutzen möchte, um die vielen Punkte aus David Schwartz Meisterwerk "Denken Sie groß" hervorzuheben, die mich zum Nachdenken angeregt haben.
Betonen möchte ich, dass das Buch von jedem und jeder gelesen werden sollte, der und die sich Ziele setzen und zukünftig setzen wollen. Denn eins vorab geschickt: Wir erreichen maximal unsere Ziele, wir übererfüllen sie nicht, weswegen es notwendig ist, die Vorhaben groß zu denken.
Meine Erkenntnisse
In der nachfolgenden Liste findet ihr meine Sammlung an Gedanken, Zitaten und wichtigen Erkenntnissen, die ich beim Lesen mit Textmarker hervorgehoben habe. Damit kennzeichne ich Passagen, die mich beeindrucken oder zum weiteren Nachdenken anregen. In der Regel sind es einige wenige pro Buch. Doch bei Davids Werk hat sich eine Menge ergeben:
Vom Denken
David benutzt den Begriff Gedankenfabrik
. Mit der BWL-Brille kann die Produktion in Bezug auf Effizienz und Effektivität betrachtet werden. Weitergedacht bedeutet dies, dass wir unsere Gedanken steuern. Und wir können uns auf die (Gedanken-)Produktion fokussieren – idealerweise auf positive Gedanken, die uns beflügeln. Dazu weiter unten noch mehr.
Ein weiterer wichtiger Begriff ist die Gedächtnisbank
. Eine Art Sammlung an Gedanken, derer wir uns bedienen können, um uns selbst zu motivieren und zu überzeugen, dass etwas, genauer gesagt alles möglich ist. Dies klappt jedoch nur, wenn wir diese Bank mit positiven statt negativen Gedanken füllen. Finden dort negative Gedanken Platz, ziehen sie uns runter und führen zum genauen Gegenteil.
Halten wir etwas für unmöglich, sorgt unser Verstand dafür, dass es unmöglich ist und wir Recht behalten. Umgekehrt bedeutet dies, dass der Glaube an eine Lösung, selbige anzieht. Der Verstand hält Ausschau nach dem Unmöglichen, um es wahr werden zu lassen.
Auf Seite 136 beschreibt David eine Rückkoppelung zwischen meinen Gedanken, der Wahrnehmung anderer von uns und dem was ich Erreiche – mein Tun wird durch mein Denken gesteuert; andere beurteilen mich durch mein Tun; mit einer positiven Einstellung, also positivem Denken, wird mein Tun positiv wahrgenommen und ich erreiche eher, was ich will. Daraus kann abgeleitet werden, dass ich bin, was ich in meinen Gedanken bin.
Ins Tun
Es ist einerseits offensichtlich und andererseits so zentral in der Auswirkung, dass ich es hervorheben möchte: Wer vertrauensvoll sein möchte, sollte vertrauensvoll handeln, was nur möglich ist, wenn vertrauensvoll gedacht wird. Es beginnt also mit der eigenen Einstellung und dem bewussten, vertrauensvollen Denken! Bei allem positiven und großen Denken gilt es zu beachten, dass Denken allein nichts bewirkt. Handeln ist entscheidend.
Das bekannte Zitat Wissen ist Macht
ergänzt David um das Wort mögliche
– die "mögliche Macht" wird erst zu wirklicher Macht, wenn wir das Wissen konstruktiv nutzen und in die Tat umzusetzen wissen.
Eine weitere Handlungsempfehlung ist, Ideen sofort zu notieren. Dem komme ich bereits mit meinem zweiten Bullet-Journal, das ich immer bei mir trage, nach. Mir gefällt solche Form von Bestätigung.
Damit unsere Mitmenschen uns wahrnehmen – um positiv herauszuragen – ist es empfehlenswert, mehr zu geben als erwartet wird. Diese Kleinigkeiten sind Investments in die Zukunft und zahlen sich langfristig aus – David bezeichnet sie als Geldsamen, die durch das Mehrgeben gepflanzt werden.
Mittels Sprache
Sprache schafft Wirklichkeit – indem ich große, positive Worte nutze, verändere ich mein Denken und damit zwangsläufig auch mein Handeln. David schildert ein Beispiel, wie sich mit der wöchentlich gestellten Frage "Wie kann ich meine Leistung verbessern?" schrittweise enormes erzielen lässt.
Das Intervall ist größer gefasst als bei James Clear, doch im Prinzip ist es der Ansatz aus der "1 % Methode" (hier findest du meine Review zu dem Buch).
Stets Lernen
Zum Bereich Lernen hat David ebenfalls etwas geschrieben: Die Art meines Denkens nach einer Niederlage bestimmt, wie lange es dauert, bis ich wieder siege. Gleichzeitig gilt es, aus jedem Rückschlag etwas Positives zu ziehen und mit dieser Selbsterkenntnis zu wachsen. Diese Beharrlichkeit zusammen mit dem Mut zu experimentieren garantiert Erfolg. Denn erfolgreich ist nicht, wer Schwierigkeiten verhindert, sondern wer sie bewältigt, wenn sie auftreten.
Fazit
Wenn ich all die vorherigen Erkenntnisse nehme und diesen Satz lese: "Niemand erreicht mehr als er sich vornimmt", löst sich eine Gedankenlawine. Dieser Satz ist bei mir sehr lange nachgehallt. Ich setze mir Ziele, erreiche sie, feiere den Erfolg und stecke mir neue Ziele. Doch was wäre, wenn ich mir größere Ziele gesetzt hätte? Hätte ich sie auch erreicht? Und wo kann ich hingelangen, wenn ich den Mut habe, mir größere Ziele zu stecken? Soll ich "einfach" nur groß denken und alles erfüllt sich magisch?!
Überführung in den Alltag
Für meinen Alltag habe ich mir eine Handvoll Punkte zur Umsetzung ausgewählt. Ich werde euch über die Resultate auf dem Laufenden halten.
- Ich nutze positiv besetzte Worte in Gedanken und Worten. Ertappe ich mich dabei negativ zu denken oder zu sprechen, verbessere ich mich sofort. Vor Tischtennisspielen spreche ich laut zu mir, dass es ein guter Tag wird und ich gewinne, weil ich besser bin.
- Montags sind 30 Minuten reserviert, um Verbesserungspotenziale zu besprechen und zu entdecken – unter der Woche mache ich mir Notizen für diesen Termin.
- Ich entwickele meine 10 Jahresziele – dies ist für mich eine herausfordernde Aufgabe, die bereits von Anfang an unerwartete Resultate erzeugt. Ich kann euch diesen Schritt ans Herz legen. Der Blick so viele Jahre in die Zukunft lässt mich träumen. Und ich habe beschlossen, diese Träume zum Leben zu erwecken. Ich muss mich nur entscheiden, welche!